
"Durch den Rauchmelder überwacht?" - Studentische Abschlussarbeit zu den Privatsphäreimplikationen der Daten eines smarten Rauchmelders
Im Herbst 2024 sorgte ein "Spionagerauchmelder", der flächendeckend von einem Wohnungsunternehmen in deren Mietwohnungen eingebaut wurde, für mediale Aufruhr (z.B. Wolfangel, 24.10.2024). Dabei handelt es sich um einen smarten Rauchmelder, der über integrierte Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren verfügt und darüber Raumklimadaten sammeln kann. Diese Daten sollen, zeitlich aggregiert und nach Einwilligung der Mietenden, über das Internet übertragen, in der App des Wohnungsunternehmens einsehbar sein.
Vor dem Hintergrund des Projekts Simplications stellte sich die Frage, welche Rückschlüsse aus diesen aggregierten Daten für Nutzende zu lesen sind und wie Menschen diese in ihren Haushalten nutzen.
Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich eine studentische Arbeit mit dem Thema: "Durch den Rauchmelder überwacht? Erfassung und Analyse der Implikationen der Daten smarter Rauchmelder im Zuhause". Dafür wurde unser Sensorkit, welches auch in unseren vorherigen Feldstudien zum Einsatz kam, an das Szenario angepasst. So modifiziert wurde es im November letzten Jahres in drei unterschiedlichen Haushalten installiert und von den Teilnehmenden verwendet. Mit den Daten aus dieser Feldphase fand im Anschluss ein gemeinsames "Daten-Raten" mit abschließender Reflexionsrunde statt.
Nun freuen wir uns, dass die Arbeit heute im Rahmen der zugehörigen Bachelorverteidigung erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Wir planen die Ergebnisse demnächst zu veröffentlichen.




